Was ist das TIR-Carnet? Internationales Transitverfahren
Das TIR-Carnet ermöglicht versiegelten Straßengütertransit durch mehrere Länder ohne Zollkontrolle oder Kautionshinterlegung an jeder Grenze. Gültig in 77 Ländern unter dem TIR-Übereinkommen von 1975.
Was ist das TIR-Carnet?
Das TIR-Carnet ist ein internationales Zolldokument unter dem TIR-Übereinkommen von 1975, das versiegelten Gütertransit durch mehrere Länder ohne Zollkontrolle, Kautionshinterlegung oder komplexe Verfahren an jeder Grenze ermöglicht. Die Fracht wird am Ursprung versiegelt und bleibt bis zum Ziel versiegelt.
Von der IRU verwaltet, gilt das TIR-System in 77 Ländern. Türkische Frachtführer nutzen jährlich über 400.000 TIR-Carnets.
Ablauf
- Carnet beim nationalen Verband beschaffen
- Fahrzeug unter Zollaufsicht beladen und versiegeln
- Am Abgangszoll: Carnet eröffnen, erstes Blatt abtrennen
- An jeder Grenze: Carnet stempeln, Blatt abtrennen
- Am Bestimmungszoll: Carnet schließen, Siegel prüfen
TIR vs. NCTS
Innerhalb der EU hat NCTS (elektronisch) das TIR-Carnet weitgehend ersetzt. Türkische LKW nutzen TIR bis zur EU-Grenze, dann NCTS T1 für EU-internen Transit.
FAQ
Kosten?
4-Blatt: 50–80 EUR. 14-Blatt: 100–150 EUR.
TIR vs. NCTS?
TIR: Papier, 77 Länder. NCTS: elektronisch, EU/EFTA/Türkei.
Siegel bricht?
Zoll kontrolliert, protokolliert, versiegelt neu. Vorsatz: Schmuggelverdacht.
Noch relevant?
Essenziell für Nicht-EU-Grenzen. NCTS dominiert EU-intern.
Quellen
- TIR-Übereinkommen 1975
- IRU
- WZO
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