FOB vs. CIF: Welche Klausel für Ihre Seefracht?
FOB und CIF sind die meistgenutzten Seefracht-Incoterms. Bei FOB zahlt der Käufer Fracht und Versicherung, bei CIF der Verkäufer. Der Risikoübergang ist in beiden Fällen identisch: an der Schiffsreling am Verladehafen.
FOB vs. CIF
| Faktor | FOB | CIF |
|---|---|---|
| Seefracht | Käufer | Verkäufer |
| Versicherung | Käufer | Verkäufer (min. ICC-C) |
| Risikoübergang | Schiffsreling | Schiffsreling (gleich!) |
| Preisniveau | Niedriger | Höher |
| Zollwert | FOB + Fracht + Versicherung | Direkt CIF |
Wichtig: Gleicher Risikoübergang
Bei beiden Klauseln geht das Risiko am Verladehafen über. Der Verkäufer zahlt bei CIF zwar Fracht und Versicherung, trägt aber nach der Verladung kein Risiko mehr.
Wann was wählen?
FOB
- Regelmäßige Importeure mit eigenen Carrier-Verträgen
- Eigene Versicherungspolice vorhanden
- Konsolidierung von mehreren Lieferanten
CIF
- Alles-inklusive-Preis gewünscht
- Keine Seefracht-Erfahrung
- Einfacherer Preisvergleich
FAQ
Was ist günstiger?
Gesamtkosten ähnlich. FOB-Einkäufer mit Volumenverträgen können sparen. CIF bietet mehr Transparenz.
FOB zu CIF umrechnen?
CIF = FOB + Fracht + Versicherungsprämie.
Zollwert?
EU berechnet auf CIF-Basis.
FCA statt FOB?
ICC empfiehlt FCA für Container.
Quellen
- ICC Incoterms 2020
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