Dropshipping-Logistik: Bestandsloses Verkaufsmodell
Beim Dropshipping nimmt der Händler Bestellungen entgegen, hält aber keinen Bestand. Der Lieferant versendet direkt an den Kunden. Kein Lagerrisiko, aber begrenzte Qualitätskontrolle und längere Lieferzeiten.
Was ist Dropshipping?
Dropshipping ist ein E-Commerce-Modell, bei dem der Händler keinen Bestand hält. Bei Kundenbestellung leitet der Händler den Auftrag an den Lieferanten weiter, der direkt an den Endkunden versendet.
Globaler Dropshipping-Markt: über 300 Milliarden USD (2026). Niedrige Einstiegshürde und Nullbestandskosten machen es für Gründer attraktiv.
Logistik-Ablauf
- Kunde bestellt im Shop
- Händler leitet Bestellung an Lieferant
- Lieferant kommissioniert, verpackt, versendet
- Händler leitet Tracking an Kunde weiter
Vor- und Nachteile
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Kein Lagerinvestment | Niedrige Marge (10–20 %) |
| Geringe Startkosten | Keine Qualitätskontrolle |
| Breites Sortiment | Lange Lieferzeit (Asien: 15–45 Tage) |
| Standortunabhängig | Bestandsunsicherheit |
Hybrid: Dropshipping + Teilladung
Hochvolumige Dropshipper verbessern Lieferzeiten durch Vorrat per Teilladung (Kolay Parsiyel) an ein europäisches Lager, dann lokale Zustellung.
FAQ
Legal?
Ja, mit Steuerpflichten und Produktsicherheit (CE-Kennzeichnung für EU).
Kolay Parsiyel?
Für Voratssendungen an EU-Lager ja. Einzelpakete: Expressdienste.
Kundenservice?
Händler-Verantwortung.
Zoll?
Carrier regelt Einzelpakete. Großsendung: Standard-Zollverfahren.
Quellen
- Grand View Research
- Shopify
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