CIF erklärt: Kosten, Versicherung und Fracht
CIF (Kosten, Versicherung und Fracht) ist eine Seefracht-Incoterm, bei der der Verkäufer Warenkosten, Seetransportversicherung und Seefracht bis zum Bestimmungshafen übernimmt. Das Risiko geht dennoch am Verladehafen über.
Was ist CIF?
CIF (Cost, Insurance and Freight / Kosten, Versicherung und Fracht) ist eine Incoterms-2020-Klausel für Seefracht. Der Verkäufer zahlt Warenkosten, Versicherung (min. ICC-C) und Seefracht bis zum Bestimmungshafen. Wichtig: Das Risiko geht trotzdem am Verladehafen auf den Käufer über.
CIF wird zusammen mit FOB in über 60 % der Seefrachtgeschäfte weltweit genutzt. Der CIF-Wert dient in den meisten Ländern als Zollwertbasis.
Pflichtenverteilung
| Aufgabe | Verkäufer | Käufer |
|---|---|---|
| Exportzoll | Ja | |
| Seefracht | Ja | |
| Versicherung (min. ICC-C) | Ja | |
| Entladung Zielhafen | Ja | |
| Importzoll | Ja |
CIF-Preis = FOB + Fracht + Versicherung
CIF ist der Referenzwert für die Zollwertberechnung in der EU und vielen anderen Ländern.
FAQ
CIF für Straße?
Nein, nur See. Multimodal-Äquivalent: CIP.
Versicherungsumfang?
Min. ICC-C (Basisrisiken). Für Vollschutz ICC-A im Vertrag vereinbaren.
Risiko beim Verkäufer?
Nein. Risiko geht am Verladehafen über. Versicherung schützt den Käufer finanziell.
CIF vs. CFR?
CIF inkl. Versicherung. CFR ohne. Risikoübergang identisch.
Quellen
- ICC Incoterms 2020
- Institute Cargo Clauses
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